Samstag, 14. November 2009

Es geht voran

Es geht voran, was meine Golfkarriere betrifft.
Und jetzt hab ich auch endlich einen KLOOOOONK!!!!!! Allerdings mit 11°, nicht mit 10°. Fliegt also der Ball eine Spur höher.
Als ich mit meinem neuen Abschlaggerät auf die Driving Range bin, erstmal 5 Euro in Rangebälle investiert und probiert.
Hört sich schon geil an, wenn man mit dem Driver richtig gut trifft.
Fühlt sich auch sehr geil an, wenn der Ball so fliegt, wie man sich das vorstellt. Irre.
Sieht blöd aus, wenn man den Ball nicht richtig trifft. Tja.
Vor ein paar Tagen hab ich meine beste Runde auf dem Platz gespielt, allerdings für mich nicht wirklich offiziell, weil ich doch ein paar mal mit 2 Bällen gespielt hab und auch mal die Schlagzahl vom zweiten Ball genommen, weil der besser war. Also lass ich die imposanten 51 Schläge mal so stehen. Aber ich hab jetzt auch ein Par an der Bahn 7, einem Par 4 Loch. Den Abschlag super getroffen, danach mit dem Hybrid nicht sooo gut getroffen, aber dann mit dem Eisen 4 auf 140 Metern gerademal 1,50 Meter neben die Fahne. Und dann hab ich doch tatsächlich diesen Putt auch noch ins Loch gespielt und das obwohl es bergauf ging und ein Break nach rechts dabei ist. Da flog aber die geballte Faust in den Himmel.
Gestern war ich bei 14° wieder auf dem Platz. Natürlich war auch mehr los auf dem Platz. Aber war nett zu spielen. Aber die ersten zwei Löcher hab ich ziemlich schlecht gespielt. Ich hab zwar den Abschlag ganz nett getroffen an der ersten Bahn, war nach 3 Schlägen schon neben dem Grün, chipp zu weit, dreimal Putten, 7 Schläge, Triple Bogey. Aber hey, ich bin unzufrieden mit einem Triple Bogey.
Und dann auf die Bahn 2. Abschlag super getroffen. Ich hab das Grün direkt getroffen, aber der Ball hatte zuviel Schwung und rollte am Grün vorbei, den Abhang hinab. Und so wurden es hier auch 6 Schläge. Den ersten Chip schaffte ich nicht hoch aufs Plateu, der nächste ging zu weit, das Grün ist eh schon so wellig, also gönnte ich mir noch 3 Putts. Pfff.
Bahn 3, das Par 5 Loch lief dann wieder prächtig. Abschlag war ok, dann hab ich mit dem Eisen 7 einen kurzen Schlag gemacht, um vor dem Abhang zu landen. Klappte gut. Dann das Hybrid raus und den Ball wunderbar 140 Meter in die Prärie geschickt. Das sieht verdammt gut aus, wie der Ball ewig durch die Luft fliegt und 40 Meter Höhenunterschied nach unten hat um noch weiter zu fliegen.
Danach schön angenähert und noch zwei Putts dazu. Super, 6 Schläge gebraucht.
Bahn vier hab ich traumhaft abgeschlagen und bin 20 cm vom Wintergrün entfernt gelandet. Hier hab ich dann auch ein Par auf dem Wintergrün gespielt. Lass ich aber net gelten. Hab den Ball zurück gelegt und auf das richtige Grün gespielt. Aber halt statt 3 mit 5 Schlägen. Bin ich zu spießig?
Bahn 5: Top Abschlag, schon wieder. Dann hab ich meinen Mut zusammen genommen und das Dogleg, also eine Bahn, die einen Knick macht abgekürzt und quer über die Kuhwiese gespielt. Treff ich nicht, liegt der Ball mitten in der Wiese. Treff ich ihn, spar ich mir einen Schlag. Allerdings ist das Loch auch noch bewacht von drei Bunkern. Egal, Eisen 5 raus und einen tollen Schlag hingelegt. Wo der Ball zum liegen kam, konnt ich natürlich nicht sehen. Aber er lag dann genau 15 cm vor der Bunkerkante. Nach zwei Schlägen fast auf dem Grün. Respekt Charly. Aaaaber von hier musste ich jetzt über den Bunker spielen. Dahinter ist sofort das Grün, das aber nach hinten bergab fällt. Das kann ich nicht. Ich hab trotzdem meine Möglichkeiten ausgeschöpft, über den Bunker getroffen, aber klar, der Ball rollte 10 Meter weiter, als dort, wo die Fahne im Loch steckte. Das Grün hier ist auch sauschwer zu spielen. Und so gabs noch ein paar gepflegte Putts. Schade.
Bahn 6: Der Abschlag war grandios. Ich hab den Ball zum ersten mal so weit gespielt, dass ich auf dem Hügel zu liegen kam. Trotzdem gabs auch hier ein Double Bogey mit 6 Schlägen. War aber ok.
Bahn 7 war der Abschlag auch toll. Der Annäherungsschlag mit dem Hybrid war auch noch ok, wenn auch kurz. Noch das Eisen 5 raus. Ich wurde dabei auch noch von einer Gruppe beobachtet die auf der 8 auf den freien Abschlag wartete. Und was mach ich? Ich treff das Grün aus 110 Metern. Ha, das macht Eindruck, gell? Hier schaffte ich ein Bogey mit 5 Schlägen.
Bahn 8, ein kurzes Par 3. Der Abschlag war viel zu weit rechts. Noch einen Ball gespielt und diesen bolzengerade 2 Meter vors Grün gespielt. Aber den Ball hab ich nicht weiter gespielt, sondern den verbockten. Ich hab über den Bunker gespielt, drüber raus, Abhang runter, auf Wiedersehn. Von dort unten brauhte ich zwei Chips, bis ich auf dem Grün war und noch 2 Putts. Ärgerlich. Mit dem andern Ball hätt ich maximal 4 Schläge gebraucht. Aber heut wird net frisiert, gell?
Bahn 9 war auch wieder super vom Abschlag her. Schlecht angenähert, einigermaßen nah ans Grün und noch 2 Putts.
Das wars, das waren dann 55 Schläge. Find ich völlig in Ordnung, auch wenn ich so relativ schlecht angefangen hab. Da geht noch was.

Montag, 9. November 2009

Alle 5 Minuten

Alle 5 Minuten kommt die Treppe und ich sage dir, das ist ungesund, wenn etwas Indoormarathon heisst und der Läufer im Treppenhaus verschwindet. (kapiert man nur als EOC-Hörer) :-)

Gestern war der Indoormarathon in Nürnberg. Und wer kennt ihn nicht? Die meisten, wohl.
Man ist geschützt von Wind und Wetter, da kann es draussen regnen wie es will.
Die LGA hat zum fünften mal diesen Indoormarathon durchgeführt und wenn etwas Indoor heisst, dann kann man sich denken, dass die Strecke nicht auf 42,2 km überdacht ist. Nö. Es wurde durch die Bürogänge gelaufen. Das heisst 200 Meter geradeaus, eine 90° Kurve, eine Wende um den Fahrstuhl, wo viele Zuschauer standen, dann 200 Meter geradeaus, rein ins Treppenhaus, 22 Stufen hinunter und dann 200 Meter den Gang entlang, vorbei an der Versorgungsstelle, 90° Kurve und nach weiteren 200 Metern wieder ins Treppenhaus um 22 Stufen nach oben zu erklimmen. Tja, insgesamt waren das 800 Meter und wenn wir jetzt den Taschenrechner bemühen, heisst das, 55x die gleiche Runde gemacht, 1210 Stufen nach unten, 1210 Stufen nach oben.
Ich bin mit Kerstin in aller Früh auf leeren Straßen nach Nürnberg gefahren. Und nachdem es ja nur ein limitiertes Läuferfeld gab, gabs auch massig Parkplätze vor der Haustüre. Das war nicht schlecht. Nach dem Erhalt von 2 Startnummern, für vorne und hinten und nach einigen Werbegeschenken warteten wir auf den Start.
Prominenz war auch zugegen, der Martin Othmer von Bayern 3 war der Moderator und hielt Läufer und Zuschauer bei Stimmung. Aber dazu gleich noch.
Vor dem Lauf haben wir noch Sepp getroffen. Ein guter Laufbekannter, der auch schon im Knast mitgelaufen ist. Ja die Welt der Marathonläufe, bei denen man sich an den Kopf fasst ist klein.
Dann um 11 Uhr wurden wir zur Startlinie geleitet und um 11:05 war endlich mal der Start.
Insgesamt liefen 60 Leute den Marathon, 49 den Halbmarathon und dann gabs noch 28 Staffeln mit je 8 Leuten. Da war schon was los auf der Strecke.
Los gings also auf Teppichboden um die Kurve, vorbei an den jubelnden Zuschauern, rum um den Aufzug und die 200 Meter den Gang hinab.
Ist eigentlich klar, dass es im Treppenhaus zunächst etwas kuschlig wurde. Es bildete sich Stau. Unten wurden wir wieder ausgespuckt, geradeaus, an der Versorgung vorbei, geradeaus, wieder Stau auf dem Treppenhaus nach oben. So, die ersten je 22 Stufen wären geschafft und schon nach 5 Minuten war ich wieder beim Ausgangspunkt und weiter wieder in die Gänge hinein.
Die ersten Runden waren ok, es lief eigentlich ganz gut, aber bis zur Runde 13 wusste ich überhaupt nicht, wieviel Runden ich schon gelaufen bin. Ich hab mich schon nach 3 Runden wohl verzählt. Wurscht.
Ab und zu holte ich mir ein Motivationsküsschen von Kerstin ab, ab und zu blieb ich ein Weilchen stehen und unterhielt mich mit ihr, dann lief ich wieder ein, zwei Runden, bevor es Birnenbrot gab.
Der Markus Othmer hatte schon ziemlich am Anfang einen Narren an mir gefressen.
O-Ton nach 3 Runden.
'Hier sehen wir die Nummer 71, den Charly. Schauen sie sich nur diesen Laufstil an, das ist fast schon filigran, ach was sag ich, das IST filigran. Charly ist für mich ab sofort der persönliche Laufpapst. Auf gehts Zuschauer, feuert meinen Laufpapst alle an mit Riesenapplaus.'
Ich kam mir vor wie im Stadion. Und in der Vorhalle war das ganz schön laut. Lustig.
2 Runden später wieder:
'Da erscheint mein Laufpapst wieder, mit der Nummer 71, der Charly'
Und schon war wieder Jubel. Ja geil. Da freut man sich doch, dass man wieder an den Zuschauern vorbei kommt.
Es wurde immer rechts gelaufen und links überholt. Das klappte sehr gut, weil sich wirklich alle daran gehalten haben. Nur an der Biege des Aufzugs wurde manchmal etwas gerempelt, weil die kurze Bahn die rechte Innenbahn war und jeder wollte möglichst innen laufen.
Nach 15 Runden hab ich angefangen, nach den Treppen Gehpausen zu machen. Das glaubst du nicht, wie man das merkt, die 22 Stufen, wie da der Puls hochgeht.
Also bin ich zunächst 5 Meter gegangen, was aber mit der Zeit immer länger wurde.
Ausserdem fühlte sich der Lauf immer so an, als wäre man letzter, weil man ständig von den schnellen Halbmarathonläufern, den Staffeln und den schnellen Marathonläufern überholt wurde. Gut, ich war ja auch net schnell heute. Ich hab mir überhaupt nix vorgenommen. Keine Uhr, einfach nur im Kreis laufen. Nur hin und wieder guckte ich auf die offizielle Zeitnahme und hatte dann einen Anhaltspunkt.
Nach etwa 20 Runden wurde es endlich mal ein bisschen leerer, die Halbmarathonis kamen nach und nach ins Ziel, das Feld lichtete sich.
Und nach der Hälfte bei Runde 27 hab ich wirklich schon jede Ecke auf den Gängen gesehen, was für Bilder an der Wand hängen, die Urkunden, Gerätschaften und die offziellen Aufpasser von LGA die vor den Treppenhäusern standen, damit man sich nicht verlief.
Auf den Treppen waren auch Matratzen aufgestellt, dass man sich nicht in der Scheibe wieder findet, wenn man eine Stufe übersieht.
Das Geländer fühlte sich von Runde zu Runde immer leckerer an. Klar, wenn 150 Leute sich ständig am Geländer hoch ziehen, dann wirds irgendwann appetitlich. Zweimal ging ich zwischen drin zum Hände waschen.
Die erfahrenen Läufer erkannte man daran, dass sie an der rechten Hand einen Handschuh trugen um sich hoch zu ziehen. Gute Idee.
Apropos Handschuhe. Ich hatte während dem ganzen Lauf eiskalte Hände, weil alle Fenster in den Gängen offen waren. Aber lieber erfroren als erstickt, nicht wahr?.
Nach 40 Runden wurde es wirklich langsam zäh. Nach und nach gruselte es mir vor der Treppe. Nicht schon wieder 22 Stufen nach oben. Aber muss ja, muss ja.
Nett war die Down-Syndrom-Staffel. Da lief eine Betreuerin mit Down-Syndrom Kindern und Jugendlichen. Sie wurde nie müde, ihre Schützlinge zu betreuen und zu motivieren. Das war nett. Und wenn sie sich die Treppe hoch oder runter plagten, wurden sie geduldig von den schnelleren Läufern angefeuert mit 'super, weiter so, Respekt' denn vorbei konnte man ja nicht.
Nach 46 Runden sprach ich einen Läufer an, der gerade ins Ziel kam, ob er denn heute Geburtstag hat. Da schaut der mich an wie ein Auto und fragt mich, woher ich das weiß?
Da war kürzlich ein Bericht in der Allgäuer Zeitung über ihn. Ein Ultratriathlet und krasser Ultraläufer, der seinen Geburtstag 'in einem alten Fabrikgebäude' begeht.
Naja, so alt was das Gebäude nicht, eher sehr neu.
Das hat ihn reichlich erstaunt.
Ich hatte noch 9 Runden zu laufen. Langsam wärs aber auch wieder gut, dachte ich mir. Aber es ist ein Ende abzusehen. Runde um Runde spielte ich den Hamster, die Leute an der Versorgung waren immer super drauf und haben die ganze Zeit geklatscht, die Welle gemacht.
Und der Boden, der naturgemäß nass wird, wenn Wasserbecher geschnappt werden, wurde permanent sofort trocken gewischt. Super organisiert, da sind sich alle einig.
Soooo, noch 5 Runden und die Laufpausen nach dem Treppenhaus haben sich mittlerweile auf 40 Meter ausgedehnt.
Kerstin sah es mir an, dass es langsam reichte. Aber ich komm ja bald in die Hasenarme.
Hin und wieder konnte ich mich unterwegs mit Läufern unterhalten. Man ist ja eine Familie. Gerade zum Schluß zu. 'Und wieviel Runden musst du noch'? Zwei und du? Sechs. Auweia. Aber da müssma durch, bis gleich dann.
Mir war nicht ganz klar, ob ich nun laufen muss, bis die 55 erscheint auf dem Zähler oder ob ich die 55. Runde erst laufen muss. Ich wusste es nicht, ich ging aber davon aus, dass ich auch noch die 55. Runde machen muss.
Also machte ich mich auf den Weg zur letzten Runde, nahm mir auch noch die Zeit, mich bei den Leuten an der Versorgungsstelle herzlich zu bedanken. Das hat ihnen gefallen.
Dann nochmal zum letzten mal die 22 Stufen hoch, 200 Meter geradeaus, 90° Kurve und durch die Zeitmessung gelaufen.
Nach dem Zieleinlauf kam von hinten ein Laufkollege, der meinte, ich hab jetzt wohl eine Runde zu viel gemacht.
Wie jetzt? Echt? Und tatsächlich, ich lief 56 Runden. Also wurde aus der ganzen Sache noch ein Miniultra mit 43 km. Ach, naja, eine Runde mehr oder weniger, ist jetzt auch scho wurscht.
Achso, die Zielzeit. Muss ich das sagen? Na gut. Es war mein langsamster Marathon mit 4:31 den ich alleine gelaufen bin und dazu noch der anstrengendste. Das hätt ich ja nie vermutet, dass das so hart werden würde.
Nach dem Lauf setzte ich mich erstmal auf einen Stuhl, Beine hoch und Kerstin war so lieb und hat mir ein Weizen gebracht.
Danach schnell zum duschen, Beweiseisen überreicht bekommen und noch ein T-Shirt und dann sind wir auch bald nach Hause gefahren.
War schon toll der Marathon. Kerstin fragte mich, ob ich so einen Blödsinn nochmal machen würde. Ich sagte darauf: 'Das darfst du mich heute nicht fragen, jetzt würde ich nein sagen, aber für wie lange?'

Vorbildlich

Heute bin ich über folgenden Zeitungsbericht gestolpert.
Während unsere Regierungsseppel über verlängerte Atomkraftwerkslaufzeiten aussprechen, läuft es in anderen Ländern richtig Vorbildllich und es wird gezeig, wie das mit den erneuerbaren Energien zu laufen hat.
Von Spanien ist die Rede. Heimlich, still und leise mausert sich das Land zum Ökostromland.
Am Wochenende (Begünstigt durch starken Wind) wurden 53% des gesamten spanischen Energiebedarfes mit Windkraft gedeckt.
Und da gibt sich Spanien noch ordentlich Potential.
Ferner ist der Atomausstieg in Spanien beschlossene Sache und es wird nicht so hirnlos rumgeeiert wie in Deutschland.
Wieder ein Beweis dafür, dass wir diese Drecksteile nicht brauchen. Ausser um sich auf Kosten der Bürger gesund zu stoßen.

Bericht

Montag, 2. November 2009

November Rain

Ich nu wieder
Nun haben wir November. Schön eingeläutet mit Dauerregen. Gestern war ich bei 14° am Nachmittag in der Arbeit und konnte somit auch nicht aufs Grabsteinrennen. Ooooohhhh.
Aber am heutigen Montag hatte ich Zeit. Sauwetter, Regen, kalt, 7°, aber ich wollte einfach auf den Golfplatz.
Dort angekommen war ausser der Sekretärin kein Mensch da. Ich hab dann mein Köfferle genommen und hab für 3 Euro Bälle geholt und die mit meinem neuen Schläger raus geprügelt. Da muss er durch der Schläger, da is nix mit schonen, weisch? Und wenn er jetzt schon ein paar Schrammen hat, dann traut man sich auch ordentlich zu knüppeln. Geht doch. Langsam werden wir auch Freunde.
Ich hab auch ein bisschen auf meinen Schwung geachtet, was vom Gefühl her nicht so recht passt und hab ein bisschen probiert.
Ich könnt natürlich auch zum Pro gehen, aber das mag ich nicht. Der kann mir nur bedingt weiter helfen. Es ist zwar wichtig die Technik zu erlernen, aber ich hab längst gemerkt, dass ich kein Technikgolfer bin, sondern ein Gefühlsgolfer und da hilft es mir nix, wenn mir der Pro sagt, ich soll den Schläger so und so schwingen, wenn es sich einfach falsch anfühlt und ich gar nix mehr treff. Da kann man sich auf den Kopf stellen. So guck ich lieber selber bei mir, was ich falsch mache und nachdem ich in der Beziehung äusserst selbstkritisch bin, wird das definitiv auch besser werden. Zum HCP 0 wirds natürlich so nie reichen, aber mei. :-)

So, nachdem ich ordentlich Bälle auf die Range geklopft hab, musste ich doch noch 9 Löcher spielen. Also runter auf Abschlag 1 und Klonk it like Tiger.
Ich hab nach drei Schlägen den Ball auf dem Grün gehabt. War echt gut. Hätt ich schon wieder die Chance auf ein Par gehabt. 2 Meter von der Fahne weg, aber verbockt. Ich musste sogar dreimal putten. *Notiz machen: Mehr Zeit fürs Putten investieren*
Loch 2 mit einem schönen Bogey gespielt. Fand ich äusserst ok.
Loch 3 mit Double Bogey. Man merkt schon sehr, wie das Gras bei diesem Regen bremst. Aber 7 Schläge find ich bei dem Par 5 Loch prima. Kann ich net meckern. Da hab ich auch schon mit 13 Schlägen gespielt :o)
Loch 4 mit Bogey. Hei, läuft prima.
Loch 5 Double Bogey. Ist auch okay
Loch 6 hab ich mir selber ein Bein gestellt. Hab ich 7 Schläge benötigt. Ich hab einen Ball nachgespielt und hätte damit nur 5 Schläge gebraucht. Schade.
Loch 7 mit 7 Schlägen. Schön den Ball hinter die mächtige Eiche gelegt beim Abschlag. Die Fahne ward nicht gesehen von der Stelle, weil die doofe Eiche sich so breit gemacht hat. Ich hab dann aber trotzdem meinen neuen Freund ausgepackt, mein Hybrid und die Eiche ignoriert. Ball fliegt in die Äste, keilt sich durch und schafft dennoch gut 80 Meter. Geht ja. Ich streck der Eiche die Zunge raus und (Sagt mir, dass ich das nicht wirklich gemacht hab) Ich hab mit einem herabhängenden Zweig high 5 gemacht. Doof, oder?
Loch 8 hätt ich auch leicht besser spielen können, so wurde es zwar ein Double Bogey, wär aber mehr drin gewesen.
Loch 9 war dann noch ein unspektakuläres Triple Bogey.
Danach hab ich meine Schläge zusammen gezählt und kam auf 54 Schläge. Hei, das war ja meine beste Runde auf diesem Platz. Ja super. Ja klar, stimmt. Ich hab nie schlechter gespielt als Triple Bogey.
Ich machte 48 Stableford Punkte und hätt mal wieder das Turnier für Oktober meiner Handicapgruppe gewonnen. Und trotzdem hätt ich gut und gern 4-6 Schläge besser sein können.
Ich bleib dran. Am besten, wenn die Sonne scheint.
Ich war nach der Runde so richtig nass bis auf die Haut. Hab aber doch noch auf der Range etliche Bälle geübt.
Als ich zurück kam, hat sich nix geändert. Die Sektetärin war da, es regnete und sonst kein Mensch unterwegs.

Sonntag, 1. November 2009

Bilder

Hübsche Bilder vom Golfplatz und von meinem ersten Par





Samstag, 31. Oktober 2009

Neuer Club, neues Glück und TSCHAKA!!!

Es ist vollbracht
Wir schreiben den 29.Oktober 2009
Ich hab meinen Vater gefragt, ob er mal mit auf den Golfplatz will. Bisserl spazieren gehen. Gesagt, getan. So fuhren wir nach Kempten zum Platz.
Mein Vater ließ es sich nicht nehmen, meine Golftasche zu tragen. Die ist sauschwer aber für 9 Löcher nehm ich normal keinen Trolley. (Muss ich mir jetzt endlich mal einen zulegen.) Das Wetter war prächtig ende Oktober. Supergolfwetter.
Erst hab ich ein paar Bälle auf der Driving Range gespielt und dann bin ich zum ersten Abschlag.
Und hier hab ich einen Abschlag gemacht, wie noch nie zuvor. Ich hab erst gar nicht kapiert, wo der Ball hinfliegt und dann lag er so 170 Meter weit weg. Man muss dazu sagen, dass der erste Abschlag bergauf geht, da ist 170 Meter mal richtig weit und das mit dem Holz 3. Driver hab ich ja noch keinen. (Muss ich mir jetzt endlich mal besorgen)
Das fand ich schon mal ziemlich stark.
Dann kam der Annäherungsschlag mit dem Eisen 5 und der Ball flog gut 150 Meter weit. Keine Ahnung wo der landete, aber sah aus, als wär er auf dem Grün gelandet.
Wir gingen hoch zum Grün und da lag der Ball, 2 Meter von der Fahne weg. Ja irre. Da musste ich mich erst mal freuen und wieder beruhigen.
Meine Güte, oh mein Gott, ich könnt einen Birdie auf diesem Par 4 Loch spielen. Die Nerven, die Nerven. Ich guckte mir das Loch genau an, bücken, gucken, spekulieren und dann stellte ich mich an den Ball. Aber es ging leicht bergauf. Der Ball rollte direkt aufs Loch zu, blieb aber leider 30 cm vom Loch entfernt liegen. Papi holte den Fotoapparat raus und knipste meine Tätigkeiten. Ich hab dann auch erklärt, dass ich jetzt zum ersten mal auf diesem Platz ein Par spielen werde. Vater ist da immer recht trocken und meint: Noch isser net drin.
Gut, aber DEN schaff ich nicht vorbei zu spielen und dann hatte ich es geschafft, das erste Par auf diesem doch recht schweren Platz.
Jubel, ich bin begeistert. Nein, ich denk nicht dran, dass es auch ein Birdie hätte werden können. Das heb ich mir noch auf.
Grinsend gings zum nächsten Loch, Par 3 und brauchte 6 Schläge. Back to reality. Aber ich war entspannt wie selten und grinste immer noch.
Beim vierten Loch hatte ich seltsamerweise wieder die Chance auf ein Par. Wobei das echt kurios war. Der Abschlag war nicht sonderlich gelungen. Ich stand am steilen Hang und musste das Eisen 6 recht kurz halten. Da fliegt der Ball bei mir weiß Gott wo hin und diesmal? Mitten aufs Grün. Keine 2 Meter vom Loch weg. Ja spinn ich denn? Aber hier putten ist auch schwer. Keine flachen 10 cm gibts da. Ich wusste das und visierte 25 cm neben das Loch und spielte dorthin. Hätt ich doch bloß 26 cm daneben gezielt, dann wär der Ball zum zweiten Par rein gefallen. So rollte der Ball hauchdünn am Loch vorbei, änderte sogar noch die Richtung, so knapp war das. Schade. Das wär doch was gewesen.
Allerdings waren auch geschlagene Bälle dabei, die einen irre machen. Das Highlight war ein Schlag, bei dem der Ball mit einem Eisen 4 gerade mal 1 Meter weit flog. Der flog höher, als er weit flog. Interessante Technik.
Dann noch die restlichen Löcher gespielt auf die untergehende Sonne zu. Schöne Bilder wurden von meinem Vater gemacht. Wo bleiben die eigentlich? :-)
Dann nach den 9 Löchern und einem Score von 58 fuhren wir wieder Heim.
Schöner Golftag mit meinem persönlichen Caddy.

Aber auf dem Platz werd ich nicht mehr lange spielen, denn ich werd ab Januar woanders spielen.
Man muss bloß gucken wo man bleibt und nachfragen.
Ich hab jeztt ein paar Golfclubs gefragt, wie es denn mit speziellen Angeboten aussieht.
Ist ja so, dass ich kein volles Mitglied sein kann, wenn ich ein Drittel der Zeit in Frankreich bin. Wär ja doof.
Jetzt hab ich ein hübsches Angebot bekommen von einem Golfclub in meiner Gegend.
Wochentagsmitgliedschaft von Montag bis Freitag. An diesen Tagen uneingeschränktes Spielrecht, incl Driving Range.
An Wochenenden vergünstigtes Greenfee. Aber ich spiel ja normal net am Wochenende, ist mir zuviel Trouble.
Und das zum Preis von 500 € im Jahr, plus 36 € DGV Ausweis und 10 € Clubbeitrag
Das ist doch mal geil. Dann kann ich auch mal Turniere spielen, Handicap verbessern und weltweit spielen. Denn immer mit -54 rumspielen ist zwar nett, aber nicht mein aktueller Leistungsstand. Ich schwirr eher bei -40, -42 herum. Wobei ich auch schon auf -38 gespielt hätte.
Ziel ist natürlich die -36 irgendwann. Denn manche Clubs lassen einen erst ab diesem HCP auf ihren Platz. Krieg ich hin.
In Frankreich hätten die mir z.B. ein Vierteljahr schon für 500 € angeboten. Können se behalten.
Wochentagsmitgliedschaft bei einem andern Club im Elsaß für 900 €.
Manche Clubs sind aber völlig unflexibel und der Club, bei dem ich meine Prüfung gemacht hab, hat erst gar nicht geantwortet. Pfff.
Dann spiel ich lieber in F auf der Driving Range und Übungslöchern und zahl hin und wieder die Tagesgreenfee und spiel hier im Allgäu als Clubmitglied.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Ffffft - Tock ------------POPpoppoppop

Was soll denn DER Scheiß schon wieder?
Ist doch ganz einfach. Ein richtig guter Golfschlag hört sich so an.
Zumindest, wenn man mit einem Eisen spielt.
Mit meinem neuen Hybrid hört sich das eher
Fffft - KLING -------- Poppopffffffff an.
Ein schlechter Schlag besteht aus
Tock - poppffffffff
Ganz schlechter Schlag
Tockffffffffffff
Und bei jedem Schlag entwickelt sich auch ein dazugehöriger Gesichtsausdruck. Bei erstem ist es entweder ein Grinsen oder ein souveränes, selbstbewusstes Nachblicken, mit dem Schläger auf der Schulter.
Der optimale Schlag: Das Zischen des Schlägers über das Gras, der Treffmoment des Balles, der Flug in die Luft, das Niederkommen Desselben, das Aufschlagen in der Ferne und schließlich das ausrollen. Schöööön, aber zu selten. Wird jeder Hobbyspieler bestätigen können.
Bei erstem ist es entweder ein grinsen oder ein souveränes, selbstbewusstes Nachblicken, mit dem Schläger auf dem Schulter.
Beim nächsten Schlag kann das schon wieder anders aussehen, es kommt ein nicht ganz so schlimmer Tock - Poppffff.
Tragischer ist dann eher der Tockffffffff. Der fliegt nämlich überhaupt nicht und wischt nur übers Gras. Die Reaktion ist dort nicht der coole Blick mit dem Schläger auf der Schulter, sondern ein hastiges links und rechts Gucken, obs auch ja keiner gesehen hat. Hats einer gesehen, wird auf den Boden gestarrt, der Kopf geschüttelt und etwas imaginäres aufgehoben und weg geworfen.
Ich hatte heute auf meinem Sportplatz einen netten Ffffft - Tock -------- POPpoppoppop Tag.
Ging richtig gut mit dem Eisen 7. Immer schön locker bleiben und gib ihm.
Und dabei folgten die Bälle sowohl was die Länge angeht, als auch die Richtung. Die Streuung der Bälle wird eindeutig immer besser. Musste ich vor 2 Monaten noch die Bälle aus sämtlichen Himmelsrichtungen zusammen klauben, hatte ich heute mal eine Korridor von gerade mal 15 Metern. Das ist net so schlecht. Und je besser man trifft und je genauer natürlich, umso spaßiger wirds natürlich auch.

Es fehlt ja noch das Update über das PGA Europe Turnier von Valencia.
Mei war das noch spannend am finalen Sonntag.
Der Martin Kaymer spielte immer vorne mit, allerdings spielte sich der Schwede Jonzon in einen Rausch und lag irgendwann 4 Schläge vor Martin. Dann hatte der Martin so richtig Pech am Loch 13 und spielte einen übleben Double Bogey. Da fand er sich plötzlich auf Rang 4 wieder. Von hinten kam ein weiterer Schwede an, der sich ebenfalls keine Fehler erlaubte. So lag Kaymer schließlich 6 Schläge hinter dem Führenden und 4 Schläge hinter dem weiteren Schweden Nilsson.
Aber dann zeigten die Schweden doch Nerven. Jonzon gönnte sich ebenfalls noch ein Double Bogey, im folgenden Loch nochmal ein Bogey und Martin ließ sich nicht betteln uns spielte 3 Birdies in Folge. Darunter am Loch 17 einen Putt aus gut 12 Metern. Da sprang ich direkt vom Sofa hoch. Irre.
Nach dem Loch 17 lagen die beiden Schweden und Martin gleichauf mit -19. Aber Nilsson war im Flight davor und ein Loch weiter, beendete das Turnier mit -19 und musste warten, was Kaymer und Jonzon machten. Alles war möglich.
Es kam der Abschlag: Perfekt für Jonzon.
Kaymer legt den Abschlag rechts neben das Fairway ins Rough, 90 Meter vom Loch entfernt.
Nächster Schlag: Jonzon muss spielen und legt den Ball 6 Meter neben die Fahne.
Kaymer muss aus dem Rough spielen, schwerer Schlag und haut den Ball 3 Meter neben die Fahne.
Jonzon ist dran mit putten, der Ball rollt auf das Loch zu, rollt immer noch und fällt hinein. Birdie für Jonzon, damit ist der andere Schwede aus dem Rennen um den Sieg. Nun muss Martin putten um ein Stechen mit Jonzon heraus zu spielen. Nach dem Putt vom Loch 17 ist dieser hier am letzten Loch 5 mal leichter zu spielen. Martin geht in Stellung, schiebt den Ball los und verfehlt das Loch um 10 cm.
Das Spiel ist aus, Jonzon gewinnt mit -20 vor Martin Kaymer mit -19 und Nilsson mit ebenfalls -19. Boah war das spannend.
Damit hats beim Race to Dubai nicht gereicht für den ersten Platz. Aber er liegt im Klassement wenigstens auf Rang 2 und ist in der Weltrangliste auf Rang 11 geklettert.
Das war doch mal spannend.